Die Königsklasse: AirPods Pro 2 und AirPods Max im Detail

Während die Standard-AirPods solide Alltagskopfhörer sind, heben sich die Pro- und Max-Modelle durch zusätzliche Funktionen, besseren Klang und höhere Verarbeitungsqualität ab. Wer bereit ist, mehr als 250 Euro auszugeben, erhält bei Apple echte Premium-Produkte. Doch lohnt sich der Aufpreis tatsächlich? Und welche Schwächen haben selbst die Spitzenmodelle? Dieser Artikel beleuchtet die beiden Top-Vertreter der AirPods-Familie: die AirPods Pro 2 und die AirPods Max.

Die AirPods Pro 2 wurden 2022 eingeführt und sind trotz ihres Alters immer noch die Referenz für True-Wireless-In-Ears. Was macht sie so besonders? Zum einen die hybride Bauweise: Der harte Kunststoffkörper hängt im Ohr, während die weiche Silikonspitze den Gehörgang abdichtet. Apple legt vier verschiedene Größen bei, sodass praktisch jedes Ohr eine passende Spitze findet. Dadurch sitzen die Pros auch bei Bewegung fest – ein Vorteil gegenüber den Standard-AirPods. Zum anderen die herausragende Geräuschunterdrückung. Das ANC der Pro 2 ist nicht nur extrem effektiv, sondern arbeitet mit einem adaptiven Modus, der Umgebungsgeräusche intelligent zulässt, wenn Sie zum Beispiel eine Durchsage im Bahnhof hören müssen. Der Transparenz-Modus wiederum lässt Ihre Umgebung natürlich klingen, ohne diese störende Verstärkung, die viele Konkurrenten haben.

Die Akkulaufzeit gibt Apple mit sechs Stunden für die Kopfhörer selbst an, das Case liefert weitere 24 Stunden (also 30 Stunden insgesamt). Dank USB-C (bei neueren Exemplaren) ist das Aufladen schnell und zukunftssicher. Auch das Case wurde verbessert: Es unterstützt das „Wo ist?“-Netzwerk mit einem integrierten Lautsprecher, der beim Verlegen hilft, und hat eine Öse für ein Band. Ein weiteres Highlight ist der Klang: Verglichen mit der ersten Pro-Generation bieten die Pro 2 deutlich mehr Bass und eine bessere Detailauflösung. Selbst nicht-audiophile Hörer können die beiden Generationen innerhalb von Sekunden unterscheiden. Für 279 Euro erhalten Sie also ein rundum gelungenes Paket – perfekt für Vielnutzer, Vielflieger und Pendler.

Die AirPods Max hingegen sind eine ganz andere Hausnummer. Als Over-Ear-Kopfhörer mit Bügel zielen sie auf eine Nische ab: Nutzer, die den Komfort großer Ohrpolster schätzen und gleichzeitig nicht auf die smarten AirPods-Features verzichten wollen. Allerdings zeigt sich hier das Alter des Modells – es gibt noch keine zweite Generation, und die 2020 eingeführten Max verwenden den älteren H1-Chip (statt des neueren H2 in den Pro 2). Das hat Folgen: Kein adaptiver Modus, keine verbesserte Akkulaufzeitoptimierung. Auch das mitgelieferte Case ist berüchtigt – es schützt die Kopfhörer kaum und sieht seltsam aus. Apple hat die Max inzwischen auf USB-C umgestellt, aber der Rest blieb identisch.

Dennoch sind die AirPods Max nicht zu unterschätzen. Ihr Klang ist auf audiophilem Niveau, mit sattem Bass, klaren Mitten und fein aufgelösten Höhen. Das ANC gehört weiterhin zum Besten, was der Markt zu bieten hat, und die weichen, austauschbaren Nylon-Polster sorgen für hohen Tragekomfort – auch über viele Stunden und mit Brille. Ein großer Pluspunkt ist die Farbauswahl: Während alle anderen AirPods ausschließlich in Weiß erhältlich sind, gibt es die Max in fünf Farben (Space Grau, Silber, Grün, Blau, Pink). Der Preis liegt bei stolzen 579 Euro. Für wen lohnen sie sich? Für Vielhörer, die Over-Ear bevorzugen, und für Designliebhaber, die Wert auf Ästhetik legen. Technisch sind sie jedoch nicht mehr auf dem neuesten Stand – ein Nachfolger wird sehnlichst erwartet.

Zusammenfassend: Die AirPods Pro 2 sind der bessere Allrounder für die meisten Käufer. Die AirPods Max sind eine Liebhaberentscheidung – mit exzellentem Klang, aber altersschwacher Elektronik und einem ungeliebten Case.

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